Vatertagsausflug zur Kunststätte Bossard
Juni 2026
Wir haben inständig gehofft, dass die angekündigten Wetteraussichten positiver ausfallen mögen. Dennoch haben wir uns am Vatertag 2026 unerschrocken auf den Weg an den Rand der Lüneburger Heide gemacht – genauer gesagt nach Jesteburg. Dort waren wir mit den Museumsmacherinnen der Kunststätte Bossard verabredet. Pünktlich um kurz vor 11 Uhr trafen wir ein, ausgerüstet mit wasserfester Kleidung, Regenschirmen und ausreichendem Wasserschutz für unsere Kameraausrüstung. Regen? Das schreckt doch einen wahrhaftigen Fotofreund nur dann ab, wenn er waagerecht gegen das Objektiv prasselt. So haben wir geduldig gewartet, bis sich das Eingangstor einer äußerst besonderen Kunststätte für uns öffnete.
„Auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück mitten im Wald gelegen, befindet sich ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Zwischen Jesteburg und Lüllau verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Heute ist das Museum Kunststätte Bossard ein einzigartiger Ort, an dem expressionistische Wandmalerei und Raumausstattung im ursprünglichen Zusammenhang erhalten geblieben sind. Zu sehen sind: „Ausstellungen im Neuen Atelier“, „Kunsttempel“, „Eddasaal“ sowie „Urgebraus im Wohn- und Atelierhaus“.“ So ist es in der Beschreibung der Museumsstätte zu lesen. Tatsächlich umfasst das Gesamtensemble der Kunststätte Bossard auch Garten- und Grünanlagen. Denn das Ehepaar Bossard strebte mit der Gestaltung ihres Zuhauses (Erwerb des Grundstücks1916 bis Fertigstellung Eddasaal 1930) auch an, ein unabhängiges Leben als nahezu Selbstversorger zu führen. So sind auf dem ehemaligen Feld, im Gemüsegarten und im Heidegarten mit Obstbäumen ebenfalls Steinmetz- und Keramikarbeiten zu sehen, die als freistehende Skulpturen oder als Halb- bzw. Vollreliefs z.B. in die Fassade des Kunsttempels integriert sind.
Nach der Begrüßung durch die beiden Museumsmitarbeiterinnen und einer ausführlichen Einführung zur Motivation der Künstler und zur Entstehung der Gesamtanlage sowie Hinweisen auf die besonders sehenswerten Kunstwerke packten wir unsere Kameraausrüstung aus und strebten besonders die Innenräume der Kunststätte an. Denn der Regen war doch noch etwas zu unangenehm, um in die Weite der Anlage auszuschwärmen. Gegen Mittag lichtete sich der Himmel und endlich konnten wir auch die Gartenbereiche mit der Kamera erkunden. Mit einer kleinen Führung durch das Privathaus der Eheleute Bossard endete ein Fotoausflug der besonderen Art. Bei einem Getränk und Kuchen im kleinen Café im Hof haben wir unsere Eindrücke miteinander geteilt: Farben, Bilder, Skulpturen … ein wahrer Rausch an Farben und Bildnissen. Neben unseren vielen Fotos haben wir schließlich eine Flut an unterschiedlichsten Eindrücken mit nach Hause genommen.
Bericht und Fotos Lydia Wiebalk
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